Zebraspringspinne

Wenn der Name Programm ist
Die Zebraspringspinne (Salticus scenius) ist ein wirklich hübscher, alljährlicher, aber auch winziger Gast (~4-7 mm) in meinem Garten. Die auch als Harlekinspringspinne bezeichnet Art hat eine auffällige und kontrastreiche Zeichnung, der sie ihre Namen zu verdanken hat.
 
Sie ist nicht direkt ein Gast in meinem Garten, genauer gesagt ist sie häufig unterwegs auf aktivem Beutezug an meiner Hauswand. Denn Zebraspringspinnen bevorzugen warme Plätze für die Beutejagt, in freier Natur ist sie häufig auf sonnenbeschienen Felsen zu finden! Hier lauert sie Fluginsekten auf, die sich hier zum Sonnenbanden niederlassen.

Die Zebraspringspinne visiert die Beute mit den Mittelaugen ihrer acht Augen an, diese Anzahl und Anordnung der Augen ist dabei ganz typisch für Springspinnen. Die Zebraspringspinne pirscht sich vorsichtig bis auf einen Zentimeter heran und ergreift die Beute mit einem kurzen Sprung. Dabei sichert sie sich für den Sprung – vorsichtshalber – mit einem Spinnfaden ab.
Diese präzise Sprungbewegung wird nicht durch Muskelkraft, sondern durch eine Art hydraulisches Prinzip ausgelöst: Der Druck der Körperflüssigkeit wird plötzlich erhöht und führt zur ruckhaften Sprungbewegung der beiden hinteren Beinpaare.

Mehr Informationen zur Zebraspringspinne in NRW:

Es krabbelt und fliegt so viel in unseren Gärten. Wer genau hinschaut, dem eröffnet sich ein ganz neuer Mikrokosmos. In einer Safari durch den Garten stelle ich die vielbeinigen, geflügelten und summenden Gäste und Bewohner unserer Gärten vor.

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