Frühlings-Pelzbiene

Pelziger Rüpel im Staudenbeet
Die Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) nistet in selbstgegrabenen Hohlräumen in der Erde. Wie ein Großteil der Wildbienen bildet diese Art keine Staaten, sondern legt als „allein lebende“ Solitärbiene Nisthöhlen mit einzelnen Brutkammern an. In jeder Kammer legt die Wildbienen einen Vorrat aus Pollen und Nektar für ihren Nachwuchs an. Dieser verlässt die Kammer jedoch erst im nächsten Frühjahr: Die aus dem Ei geschlüpfte Larve verputzt den bereitgestellten Pollen-Nektar-Vorrat, verpuppt sich und verbringt auch den Winter dort.
 
Im meinem Garten ist die Frühlings-Pelzbiene an Lungenkraut, Taubnesseln und vor allem am Blaukissen zu sehen. Das Männchen patrolliert dabei ganz rüpelhaft über die Blaukissenpolster und vertreibt laut summend alle anderen Insekten, die ihr das Buffet oder die weiblichen Frühlings-Pelkzbiene streitig machen könnten. Dabei flüchten Trauerschweber, Schwebfliege & Co. schnell. Gegenüber Menschen hegt sie allerdings nur ein entspanntes Desinteresse.
Nahrung und Nistplatz gesucht
Wie für alle Wildbienen, gilt auch für die Frühlings-Pelzbiene: Nahrung- und Nistplatz gesucht!
Wildbienen profitieren von einem naturnahen und strukturreichen Garten mit z.B. Tockenmauern, Totholz und offenen bis lückig bewachsenen Bodenstellen oder einem angelegtes Sandarium, welche bis ins nächste Frühjahr als Nistplatz bestehen bleiben können. Denn die neue Generation Wildbienen verlässt ihren Nistplatz ja erst im nächsten Jahr.
Damit auch ausreichend zu Futtern vorhanden ist, ist ein Blütenangebot durch heimische Pflanzenarten für die gesamten Bienensaison von März bis Oktober besonders wildbienenfreundlich.

Es krabbelt und fliegt so viel in unseren Gärten. Wer genau hinschaut, dem eröffnet sich ein ganz neuer Mikrokosmos. In einer Safari durch den Garten stelle ich die vielbeinigen, beflügelten und summende Bewohner und Gäste unserer Gärten vor.

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