Bienenwolf

Gelb-schwarzer Bienenjäger

Der Bienenwolf (Philanthus sp.) und seine Lebensweise sind noch spannender als der Name schon vermuten lässt: Es handelt sich nämlich um eine Grabwespe, mit markanter Gesichtsfärbung und der typischen Hinterleibsfärbung einer „Echten Wespe“. Auf den ersten Blick wird der Bienenwolf sicherlich häufig mit einer Wespe verwechselt.

Also, weder eine Biene noch ein Wolf – seinen Namen verdankt der schwarz-gelber Bienenjäger jedoch seiner typischen Brutversorgung. Das Weibchen erbeutet als Proviant für ihren Nachwuchs Honigbienen, betäubt die Beute, trägt sie ins Nest im Boden und legt ein Ei dazu. Die daraus geschlüpfte Larve ernährt sich von den erbeuteten und betäubten Honigbienen, verpuppt sich später und verlässt die Nistkammern erst im nächsten Frühjahr. Kaum vorstellbar, was für eine Leistung es sein muss, gleich mehrere Bienen pro Nistkammer einzutragen damit der Nachwuchs gut versorgt ist.

 

Friedlicher Gartenbewohner

Die erwachsenen Bienenwölfe ernähren sich hingegen von Blütennektar und sind auch  als Nahrungsgast im Garten zu beobachten. Hier fliegt der Bienenwolf besonders auf Doldenblüter, Efeu, Thymian und Braun- und Sumpfwurz.

Der Bienenwolf nistet gern an offenen, sandigen bis lehmigen Stellen, gern gut besonnt und etwas steiler. Dort graben sie Niströhren mit bis zu ein Meter Längen an deren Ende sich gleich mehreren Nistkammern befinden können. Im Garten nistet der Bienenwolf vor allem im locker bewachsenen und sandigen Magerbeeten oder in einem Sandarium.

Der Bienenwolf ist ein sehr friedlicher Gartenbewohner: Er hat im Vergleich zu Wespen kein Interesse an Kuchen & Co. und sticht ausschließlich Honigbienen zur Selbstversorgung.

Mehr Informationen zum Bienenwolf:

Es krabbelt und fliegt so viel in unseren Gärten. Wer genau hinschaut, dem eröffnet sich ein ganz neuer Mikrokosmos. In einer Safari durch den Garten stelle ich die vielbeinigen, geflügelten und summenden Besucher und Bewohner unserer Gärten vor.

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